Monthly Archives: November 2012

The Flying Circuit!

Prepare your brains! Es geht los mit Python. Zwei Monate zu spät, das lässt sich jetzt schlecht vertuschen. Aber es sind noch weitere zwei Monate übrig, die mit nichts auftrumpfen können, was mich irgendwie aus meinem 5-Quadratmeter-WG-Zimmer locken könnte.

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Too short, done reading? Dann kommt jetzt die etwas ausführlichere Darstellung, weswegen ich mich jetzt endlich mal vorwärts bewege:

Nachdem ich gestern ausgelaugt, müde, schlecht gelaunt und leicht überfordert aus der Uni kam, schleppte ich mich noch in die c-base, wo ihdl den Fehler machte, mich zu fragen, wie es denn mit fionalerntprogrammieren liefe. Ich vergrub spontan meine Giftzähne in ihrem Hals, betäubte sie und machte es ihr damit unmöglich, meiner selbstreflexiven, monologisierenden Antwort Rede zu entkommen. Ich rekapitulierte eine Weile, wie es die letzten zwei Monate lief, und überlegte, weshalb ich unzufrieden bin. C hat sich ewig hingezogen, und jetzt habe ich noch weniger Zeit, da das Semester wieder angefangen hat. Zwar habe ich das luxuriöse Privileg, mich bereits selbstständig spezialisieren zu können, aber das bringt auch ein anderes Level an Involviertheit, Verantwortung und Anspruch mit sich. Ich bin unheimlich froh darüber, wie es sich entwickelt, aber andererseits weiß ich nicht so recht wie ich dem Programmierenlernen da noch Zeit und Platz einräumen soll. Und so langsam habe ich fast das Gefühl, mit meinem Vorhaben Programmieren zu lernen, zu scheitern.

Heute habe ich also extra auf ein Seminar verzichtet, um mal runter zu kommen und ein bisschen Zeit zu haben für meinen eigenen Kram. Aber die Motivation, jetzt das C-Lehrbuch aufzuschlagen war denkbar gering. Überhaupt war ich etwas ratlos, was ich jetzt tun soll. Was heißt denn das, wenn ich einen Programmier-Slot in meiner Uniwoche einlege? Das letzte Mal habe ich auch von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr morgens gelesen und exzerpiert. Darauf habe ich jetzt aber -mit Verlaub- keinen Bock, Arschloch.

Ich muss mir jetzt sicher wieder den Vorwurf gefallen lassen, dass mein Ansatz FALSCH war, es kein Wunder sei, dass ich unmotiviert bin, C weiter zu vertiefen. Warum sollte es auch ein Wunder sein. Ich hatte keine großen Erfolgserlebnisse, habe nichts Spannendes programmiert, aber das macht alles nichts. Das kann auch damit zusammenhängen, dass ich nicht mehr im Team sondern im Alleingang lernen wollte. Aber wenn C mich nicht begeistern konnte, ist das halt so. Das heißt jedoch nicht, dass mein Projekt als Solches nicht erfolgreich war. Ganz im Gegenteil. Ich bin immer noch ungläubig, wenn ich betrachte, wieviel sich für mich seit Januar durch das Programmierenlernen jenseits des tatsächlichen Programmierenlernens verändert hat. Aber eigentlich ist noch gar nicht der Zeitpunkt für eine umfassende Rückschau und Evaluation. Die kommt schon noch, keine Sorge…hähä!

Also. Zeit, was zu ändern. Ich weiß nicht genau woher mein Bedürfnis kam, weiter an C hängen zu bleiben. Vielleicht der fehlende Mut zum Weglassen. Oder ich habe auf irgendetwas gewartet, irgendein Gefühl von Professionalität vielleicht. Aber damit ist jetzt erstmal Schluss. Mir kam es absolut absurd vor, heute weiter mit C zu machen. Ich hätte mich dazu durchringen und quälen müssen, aber für so etwas habe ich gerade keine Kapazitäten. Die Idee, dann heute doch endlich mal mit Python anzufangen erschien mir sehr viel bekömmlicher.

Und ich glaube, das wäre etwas, was ich ProgrammieranfängerInnen selber raten würde: Dass man sich nicht allzu lange an einem Themenkomplex aufhängen sollte, vor allem wenn er einen nicht so richtig mitzureißen vermag. Schließlich wird das Erlernen von Programmiersprachen mit jeder weiteren Sprache leichter und zu C kann ich jederzeit zurückkehren. Und verdammte Axt, Programmieren lernen kann und sollte auch Spaß machen.

Los geht’s mit dem Code Academy Tutorial.

Und wusstet ihr eigentlich, dass Python tatsächlich nach Monty Python benannt ist?

Tschüß C!

Lernen will gelernt sein.

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Und auch Dankesagen will gelernt sein: Ich probier das jetzt mal:

Danke, dass ihr (bzw. du)  mir zuhört, mich ermutigt, mich mit interessanten Gedanken versorgt und vor allem an mich glaubt. Es ist sicher nicht immer einfach, meine Zweifel wegzudiskutieren. Ich bin da zufällig Expertin auf dem Gebiet. Aber jedes Mal, wenn mir Mut zugesprochen wird oder mir zugetragen wird, dass ich jemanden dazu motivieren konnte, das Programmierenlernen anzupacken, wird irgendwo in mir eine Hundewelpe geboren und ich erinnere mich daran, weshalb ich das hier angefangen habe und wie schön das eigentlich ist. Das hilft mir wirklich wirklich wirklich sehr, jedes Mal, auch wenn ich das nicht immer zugebe.

Die Schuldigen werden schon wissen, dass sie gemeint sind.

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