Hallo! Weil die Kommentare es so an sich haben, in den Weiten meines tl;dr Blogs verloren zu gehen, gibt es jetzt eine EXTRA-FRAGE-SEITE. Also die hier.
Ihr könnt in den Kommentaren Fragen stellen über unsere Herangehensweise, Ressourcen die wir benutzt haben, über meine Füße, über technische Hürden, über uns, über persönliche Probleme etc.
Wenn wir können, versuchen wir (ich) die Fragen zu beantworten. Aber womöglich findet sich ja jemand anderes der oder die Antworten geben kann.
Ganz besonders schöne Kommentare werden hier gesammelt.
Haben alle nichttrivialen Nullstellen der riemannschen Zetafunktion den Realteil ½?
Ich habe hierfür einen wahrhaft wunderbaren Beweis gefunden, doch ist das Kommentarfenster hier zu klein, um ihn zu fassen
Aha, ein kleiner Fermat
“Programmieren oder programmiert werden?” ist eine Frage, die sich zunehmend Menschen stellen und die zu so tollen Projekten wie dem Raspberry Pi geführt haben. Nun stolperte ich gerade über den SpOn-Artikel über euch und finds ganz spannend zu hören, welche ganz praktischen Konsequenzen sich denn bislang für euch ergeben haben. Hat sich euer Umgang mit Technik verändert und wenn ja, wie?
Ich stell dann mal ne Frage nach den Füssen: wo ihr mit C arbeitet, wie oft hast du dir damit in die Füsse geschossen?
Ich ähm verstehe deine Frage nicht.
Hallo,
Ich hebe einen Beitrag über Euch in SPON gelesen. Ich finde es interssant, wie Ihr das macht.
Mich interessiert sehr seit längerer Zeit in Assembler-Progammier-Welt ein zu steigen. Nur blicke ich Euer Konzept nicht durch.
Wie ist das Plan dieses Thema anzufangen.
Danke für Eure Hilfe
Ardeshir
Sozusagen ‘ne Grundsatzfrage meinerseits:
Lernst du C etc., um a.) später mal damit zu programmieren … oder … um b.) besser zu verstehen, was in deinem Computer so abgeht bzw,. abgehen könnte?
Für den Fall, dass du meine Quasi-Suggestivfrage mit einem diplomatischen “Natürlich a. & b.” beantworten solltest
, würden mich für a.) konkrete Einsatzgebiete und b.) neue Erkenntnisse dabei interessieren … danke.
Ha, um ehrlich zu sein hätte ich geantwortet:
Um Code zu verstehen, weniger um zu produzieren.
Ich habe tatsächlich wenig Ambitionen später Programmiererin zu werden. In meinem Superhelden-Alltags-Leben bin ich Ethnologin/Studentin/Musikerin, also schon ausreichend bedient mit schwammigen Zukunftsperpektiven
Ich kann mir schon vorstellen, kleinere Anwendungen oder Werkzeuge zu programmieren mit denen ich andere Kontexte besser bewältigen kann. Aber mir würde es schon reichen, vorhandenen Code besser verstehen zu können.
Hm, es gibt sicher zahlreiche Dinge, die ich neu dazugelernt habe, jenseits von Codevokabeln. Aber es ist z.B. für mich klarer, was alles Open Source sein kann/sollte. Durch C habe ich besser verstanden, was Programmbibliotheken sind und wie fundamental sie fürs Programmieren sind. Wenn jetzt bessere und weiterentwickelte libs nicht verfügbar sind kann sich auch mein Code nicht verbessern. (Obwohl das natürlich auch von vielen anderen Faktoren abhängt, wie gut mein Code ist.)
Ein weiteres echt schönes Beispiel von dem ich auch irgendwie immer wieder erzähle, ist mein smartphone. Es gab einige Klingeltöne die ich nicht löschen konnte. Es erschien einfach kein entsprechender Punkt im Kontextmenü. Aber dann installierte ich mir ein Terminal und konnte mit den mir bekannten Commands einfach die Dateien löschen. Und dabei habe ich nicht nur verstanden, wie ich so etwas technsich bewältige, sondern auch was für ein Potenzial zur Emanzipation von Produktionsvorgaben mir das Programmierenlernen zur Hand gibt. Bzw. wie wichtig es ist, einen Werkzeugkasten zu haben, mit dem ich mir so gut wie möglich die technischen Geräte meines Alltags an mich anpassen kann.
Beantwortet das soweit deine Frage?
Hallo Fiona,
Du hast irgendwann mal recht herzhaft ueber das C-Buch geschimpft. Ich will hier jetzt wirklich keine Werbung machen, aber kennst Du das hier?
http://www.galileocomputing.de/katalog/openbook/?GPP=opc3
Meint ihr, es wäre möglich, dies alles nachzumachen, bzw. aufzuholen? Ich finde die Idee total toll und habe seit Jahren das Bedürfnis zu programmieren, leider ist das so wie bei den Weightwatchers.. der innere Schweinehund hat bis jetzt immer gewonnen. Ich hab immer nach einigen Fehlversuchen aufgegeben, weil ich nie die richtige Herangehensweise hatte. Vielleicht kann ich euren Weg nachlaufen und den Krümen folgen, um vielleicht irgendwann mit Euch zusammen einen Weg gehen zu können
Vielleicht wäre dieser Kurs etwas für dich:
http://www.udacity.com/overview/Course/cs101
Zum Einsatz kommt die Sprache Python. Du mußt nichts installieren. Der Kurs beginnt bei Null und wirkt am Anfang eventuell etwas seicht, nimmt dann aber zügig Fahrt auf.
Ah, danke! Ich werd’s mal unter die Lupe nehmen, wenn wir mit Python anfangen. Das hat aber noch Zeit bis Oktober.
Ich finde, dass man nicht unbedingt Assembler lernen muss, um zu verstehen was im Computer abgeht. Dazu reicht je ein guter Artikel über Stack, Heap, virtuellen Speicher etc. Die Sprache C ist dabei ein guter Ansatz, um mal mit Adressen, Pointern und so weiter zu hantieren. Aber mal ehrlich, eine Desktop Anwendung schreibt wohl keiner mehr in C. Selbst wenn man nur Kommandozeilen-basiert in eine Datei schreiben und lesen will, ist man mit einer Skriptsprache besser bedient. Geschweige denn von grafischen Oberflächen und Fensterchen…
Insofern ist es nützlich, aber nicht Vorrausetzung, Assember und C zu können.
Genau darum: Respekt vor Fiona und dem Team, ganz bei den Basics zu beginnen! Ihr verdient Applaus
Hallo, meine Motivation ist immer noch da. bitte meldet Euch doch mal. Danke
Hallo Stefan,
)
entschuldige die späte Reaktion. Aber sie reagiert!
Ich denke es ist absolut realistisch, dass du uns folgst. Allerdings müsstest du dir dafür überlegen, ob du wirklich den _ganzen_ Weg, sprich auch Assembler als Beginn, nachgehen möchtest. Womöglich wäre es sinnvoller, bei C mit einzusteigen. In C bin ich noch nicht so weit, das Buch kannst du dir einfach besorgen und du bist nicht so stark auf Hilfe angewiesen, was ich als Anfängerin bei Assembler allerdings definitiv war.
Meine Berichte über Assembler waren auch eher bruchstückhaft, ich habe mehr darüber geschrieben, was mich persönlich interessierte und was ich für mich behalten wollte.
Du kannst dir aber trotzdem das Buch runterladen, es steht ja frei zur Verfügung. Aber vielleicht reicht es auch, wenn du dir einfach alle Artikel einmal durchliest, ich habe ja versucht so gut wie möglich zu erlkären. Dann hättest du schon ein recht grundlegendes Wissen über Assembler, das dir auch später zunutze sein würde.
Das würde auch nicht allzu viel Zeit in Anspruch nehmen.
Wenn du dann mit C aufschließt, kannst du dir das Buch von Erlenkötter besorgen, das kostet nicht viel und ist für das Selbststudium perfekt. Und ab da kannst du selbstständig weiterarbeiten oder immer mal wieder hier reinschauen. Wobei du höchstwahrscheinlich sehr viel schneller sein wirst als ich. Bei mir funken Uni und Band regelmäßig dazwischen, so dass ich wohl erst im September zum täglichen Programmieren kommen werde. Aber auch wenn du weiter bist hilft dir das Blog vielleicht trotzdem dabei, immer wieder motiviert zu bleiben.
Ich fände es jedenfalls total großartig, wenn du es anpackst und von deinen Erfahrungen berichtest.
Und schließlich habe ich schon viele Fehler gemacht, die du nicht wiederholen müsstest, dafür ist das Blog ja auch gedacht.
Also nochmal mit aller Deutlichkeit: TU ES, ich würde mich freuen
Einen schönen guten Abend!
Endlich ist es soweit. Ich habe eine neuen Laptop zu Hause und habe dort neben dem bereits installierten Win7 Ubuntu installiert. Eigentlich wollte ich mich hier an der Schnur entlang ziehen und Debian installieren. Aber da mein Laptop wohl (wie ich verstanden habe) kein BIOS hat sondern EFI ist Debian nicht ohne weiteres zu installieren. Nun habe ich Ubuntu und blicke 0,0 durch. Nunja.. jetz gehts weiter mit Ground Up =)
Wenn Debian nicht geht: Gib deinen Laptop zurück und hol dir einen anderen. UEFI ist dazu da, Microsoft die Macht über den Bootloader zu geben. So etwas solltest du nicht mit deinem Geld finanzieren, wenn dir die Kontrolle über deinen Rechner lieb ist.
Ich habe nun endlich das erste und zweite Kapitel durchgeackert.
Nun vielleicht eine etwas doofe Frage…
im dritten Kapitelsoll ich mein erstes Programm schreiben… nur wo schreib ich das rein? hab ich da ein Editor oder sowas?
Du bist der mit dem Ubuntu oder?
Ich programmiere zur Zeit noch auf nano, du kannst aber in deinem Terminal via apt-get install auch andere Editoren runterladen, z.B. vim oder emacs. Allerdings solltest du die Entscheidung für dich behalten, wenn du nicht willst, dass die jeweils andere Hälfte der Menschheit, die den anderen Editor verwendet auf dich eindrischt.
Da drin kannst du dein Programm reinschreiben. Dafür tippst du in dein Terminal z.B. nano aufg7.c
Das Programm schreibst du, sicherst es und schließt es. Dann kompilierst du das Programm mit cc aufg7.c -o aufg7
Die Datei aufg7 ist das fertige Programm, sofern du alles richtig gemacht hast gibt es auch keine Fehlermeldungen.
Ausführen kannst du es mit ./aufg7
Allerdings empfiehlt es sich wirklich spätestens ab Kapitel 3 auch alle anderen Beispielprogramme einmal abzutippen um sie nachzuvollziehen und sich die Ausdrücke einzuprägen. Am Besten auch kompilieren und debuggen. Ich hab am Anfang viele Fehler immer wieder gemacht, weswegen die Programme nicht kompiliert werden konnten. Die meisten Fehler hab ich mir mittlerweile durch das viele Wiederholen abgewöhnt.
Freut mich übrigens, dass du das jetzt tatsächlich angehst
Viel Spaß! (ich bin selber übrigens noch nicht viel weiter, bin jetzt bei Kapitel 7 angekommen…Chancen stehen gut, dass du rechtzeitig aufholst)
Achja, außerdem solltest du wirklich mal in den Kanal ##fionalerntprogrammieren kommen. Kennst du dich mit IRC aus?
Hallo und vielen Dank für die Antwort.
Genau ich bin quasi der Ubuntu-Anfänger.
bevor ich mich mit der Installation beschäftigen werde hier kurz die Antwort auf Deine Frage:
Ja, ich kenne mich imIRC aus, habe aber bis heute früh nicht gewusst, dass es einen IRC-Channel von Euch gibt.
In welchem Netz muss ich mich denn anmelden? Bzw. auf welchem Server?
Ich hatte das glaube ich im vorletzten und letzten Post erwähnt, aber gerne nochmal:
##fionalerntprogrammieren
auf freenode
Join!
Hallo Fiona,
ich wollte fragen, ob Du vielleicht einen Vortrag über dein Blog und deine Erfahrungen beim Programmieren lernen auf dem Beginners Meetup der OpenTechSchool (http://www.meetup.com/opentechschool/) in Berlin zu halten? Das Meetup richtet sich an Menschen, die programmieren lernen wollen. Das Treffen hat einerseits das Ziel Wissen zu vermitteln und andererseits den Austausch mit Gleichgesinnten zu ermöglichen. Es findet immer am Anfang des Monats statt, der nächste Termin wäre der 2.10. (19-21 Uhr im co-up Adalbertstr.) Ich bin auf die Idee gekommen dich zu fragen, weil ich dein Blog sehr gut finde und gern lese und es thematisch ja sehr gut passen würde.
Grüße,
Stephan
Hallo Stephan!
Sehr gerne, klingt gut, was ihr da macht.
Magst du mir nochmal an fotografiona@gmail.com schreiben?
Vielen Dank für die Einladung.
Studierst du Ethnologie oder bist du schon fertig? Und was willst du damit mal machen?
Hallo Maike!
Ich studiere Europäische Ethnologie derzeit im 3. Semester im Bachelor. Ich stehe also eigentlich noch in den Startlöchern. Dass ich jetzt schon so viel Freiraum bekomme, um mich zu spezialisieren ist daher also großes Glück. Liegt vermutlich vor allem am Mangel anderer EthnologInnen, die sich mit Computern/Programmieren etc. beschäftigen.
Ich kann mir im Moment schon gut vorstellen, nach dem Master an der Uni zu bleiben und zu promovieren. Es ist einfach eine super Infrastruktur, um sich mit den Themen zu befassen, die einen interessieren, und wenn ich darüber auch noch forschen kann, wäre das – frankly speaking – paradiesisch.
Ansonsten bieten sich wirklich eine Menge Berufe an, in welche man als studierte Ethnologin einsteigen kann, nur halt nicht unbedingt als “Ethnologin”
Für mich persönlich sind Doku-Arbeiten als Fotografin bspw. interessant oder journalistische Arbeit. Durch die Methodik-Schulung hast du da recht gute Qualifikationen.
Aber ich wäre auch naiv, wenn ich glauben würde, jetzt schon zutreffende Aussagen über meine zukünftigen Motivationen und Perspektiven äußern zu können. Ein weiteres Feld mit dem ich intensiver beschäftige ist bspw. Erinnerungskultur.
Im Moment macht mir das Nachdenken über die Schnittstelle von Internetphänomene, Technik, Computer und Gesellschaftswissenschaft unheimlich viel Spaß und ich kann mir vorstellen, das weiterzuführen. Aber ob ich mich nächstes Jahr plötzlich für die Unternehmenspraxis von Immobilienunternehmen interessiere bleibt offen
Interessierst du dich für den Studiengang?
MEGAONTOPIC! …jedenfalls solange ich noch nicht Eure/Deine gestrenge FAQ lesen kann. Vielleicht freut es Euch auch zu erfahren, dass ich sehr bald eh verreise und das ganz ohne Internet und ohne finalen Knall.
Also, ein paar Fragen:
Was tun bezueglich der (Befreiung von der) digitalen Bevormundung, sollte es mal passieren, dass eine Steuer auf Speicherkapazitaet und Prozessorleistung erhoben wird sodass man sich privat zunehmend nur noch SCHLICHTE Terminals leisten kann zur Bedienung von Fern-Software… auf die man selbstverstaendlich nur noch aeusserst geringen Einfluss hat und, um noch eins drauf zu setzen, welche auch nur die verwenden duerfen, die sich “anstaendig” benehmen… inklusive Fingerabdruck- und Klarnamen-Identifikation aus Plastik… bargeldlos?
Darf die Befreiung von der Bevormundung soweit gehen, dass unliebsame Server und Sateliten nicht mehr abgeschaltet werden oder sollen sie ruhig, weil es ordnungsgemaess eh nur die Boesen trifft? Oder ist das thematisch ueber’s Ziel hinaus geschossen und es geht Euch eigentlich nur um den Fun-Faktor mit dem Raspberry (moeglicherweise im Zusammenspiel mit Euren Fuessen)?
Wieso, meint Ihr, findet ausgerechnet der Spiegel Euer Projekt so dufte, (womit ich nicht andeuten will, dass es das nicht sei) wo er doch zu den Nutzniessern einer digitalen Bevormundung gehoert (ich kann mir gut vorstellen, dass er es im Kern eigentlich nicht wirklich so toll findet, aber es soll ja angeblich auch welche geben, die den kleinen Welpen niedlich finden und den grossen Hund auf der Autobahn aussetzen)?
Ehrlich gemeinte Entschuldigung! Da bei mir alles die gleiche Schriftart und -groesse hat, habe ich das glatt ueberlesen
(oder steht das erst seit ein paar Stunden da?):
“Kommentar verfassen… (Verschwörungstheoretiker, Flauscher und Paternalisten bitte draußen lassen)”
Das beantwortet alles obige zumindest ausreichend und ich verabschiede mich hiermit *endgueltig* und wie versprochen ohne Knall.
Dieser Abschlusskommentar nur damit Ihr wisst, dass Ihr von meinen Kommentaren erloest seid.
Have Fun