Mate statt Bier statt Kaffee

Kaffee:
Ab morgen wird alles besser. Dann gebe ich nämlich meine Hausarbeit ab, die ich laut Twitter vor 16 Minuten fertig geschrieben habe. Die handelte u.A. von sozialen Netzwerken. Den Rest habe ich schon vergessen.

Bier:
Aber womöglich von Interesse: Als Vorbereitung las ich dieses Buch von Martin Warnke, auf Empfehlung von @mspro. Wir sagen danke! Das Buch war nämlich fantastisch. Es hat jetzt nicht so überdurchschnittlich viel mit dem Titel zu tun wie man denken könnte, wenn man sich das Buch wegen des Titels kauft, aber es liefert unheimlich viel Wissen über das Internet (verzeihung, THE INTERNET!) mit. Warnke zeichnet auf fast der Hälfte der Seiten die Geschichte des Internets nach und erklärt die Technik dahinter. Allerdings ist ein basales Wissen über den Werdegang des Internets nahezu Voraussetzung, um die anschließend beschriebenen Theorien des Internets zu verstehen. Auf den letzten zwanzig Seiten dann. Und zu wissen, was es mit der technischen „Neutralität“ des Internets auf sich hat, kann auch nicht schaden.
Warnke erklärt im Theorieteil vor allem, inwiefern das Internet sich zu einem emergenten System gemausert hat, was unheimlich spannend ist, sobald man verstanden hat, was er damit meint. So die letzten drei Seiten eignen sich ganz ausgezeichnet dafür. Allerdings hatte ich auch kein Vorwissen, möchte das aber bald ändern und werd mir mal die McLuhman-Brothers vorknüpfen oder wie die heißen.
Ich kann’s jedenfalls wärmstens empfehlen. Aber vielleicht sind meine Erinnerungen an das Buch auch nur so von Liebe, Sonne, Freiheit, Gitarrenklängen, jeder Menge Bier und italienischem Brotsalat geprägt, weil ich es auf der Konzerttour mit meiner Band las. Was aber erstaunlicherweise ging. Mit Lektürenotizen sogar!

Mate:
Jetzt stehe ich allerdings ein bisschen vor den Scherben meines Hochzeiten-Hoppings. Persönliches, Band und Unikram  Das Programmierlehrbuch war auch im Rucksack in Italien, damit ist aber nicht viel geschehen, außer ein bisschen Rotwein-im-Rucksack-Situation.
Ich hab jetzt eine Weile darüber nachgedacht, wie ich weiter vorgehe. Plom und Erlehmann schlugen vor, jetzt mit Python weiterzumachen, wie es im Jahresplan ursprünglich vorgesehen war. Aber das fänd ich doch etwas unbefriedigend und schade. Die Motivation ist ja immer noch da und das Buch, so zerfleddert es auch ist (Tschuldige, @einemarc! Aber bist echt ’n super Typ, ey.) ist ja immer noch ein tolles Buch mit dem ich gerne weiterarbeiten würde. Und vor allem habe ich bisher erst sehr wenig geschafft. Also werde ich wohl ab morgen versuchen, jeden Tag damit zu arbeiten und den Beginn des Python-Lernens um zwei Wochen verschieben. Ich habe mir zwar auch vorgenommen jeden Tag meiner übrigen Semesterferien auch eine Stunde Musik und eine Stunde Tischtennis aber ach ihr kennt das ja. Manchmal hat der Tag halt nur fünf Stunden! Vor allem wenn man 22 Stunden schläft. Ich hoffe, dass ich dann nächstes Jahr nochmal C aufgreifen kann und bis zum 15. September noch richtig viel schaffe.

Mal schauen, wie ich das mit dem Bloggen dann umsetze. Über jeden Meilenstein meines Fortschritts werde ich dann nicht mehr berichten können, das wäre zuviel zusätzliche Arbeit. Im Zweifelsfall werdet ihr mir also einfach glauben müssen, dass ich mich ab jetzt täglich in meinen dunklen 10m2 vor meinen Laptop setze, während draußen die Welt in goldenem Licht gebadet den Spätsommer begrüßt. Die Hälfte meiner Freunde, die -wie ich- gerade ihren letzten Monat Semesterferien beginnen, wird dann kurz nach dem Aufstehen schon ihr erstes mit Wasserperlen benetztes kühles Bier im Park öffnen. Ja und danach auf die nächste WG-Party ziehen um dort ausschweifende Sexorgien zu feiern…uswuswusw. Ja aber was soll ich sagen, das ist eh nix für mich.

Gute Nacht.

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