Archiv für den Monat Juli 2013

Ohm sweet Ohm

Vor etwas 14 Stunden bin ich auf dem OHM Hacker Camp in Holland angekommen um etwas zu lernen. Bisher habe ich vor allem gelernt, dass die Idee sowie die Regeln, Werte und Objekte der Prestige, die miteinander ausgehandelt werden – ach nennen wir es beim Namen: die KULTUR – von Camping bei Hackern sich sehr stark von meiner tradierten und konventionellen Vorstellung unterscheidet. Keine Ahnung wie ihr das seht, aber ich erinnere mich, damals bei den Pfadfindern einen Überblick über das Gepäck der Gruppe gehabt zu haben und es war alles mögliche dabei, vor allem um Käsespätzle zu kochen. Was nicht dabei war sind ethernetkabel, Verteilersteckdosen, Laptops, Netzteile, Smartphones, 10 m Patchkabel, ein Sysco Switch, ein Laserdrucker, Polyesterfolie, Boxen, ein Extra-Tisch für Elektronik, Sim-Kartenlesegeräte, Platinenbelichter, ein Beamer, ein W-Lan-Accesspoint, RFID-Kartenlesegeräte, Isopropoanol, eine r0ket, eine Zange zum Crimpen von Kabeln, Webcams, Audio-Aufnahmegeräte, eine Drohne, mehrere Kameras und eine gehackte Kühlbox. Darüber hinaus ein Gummiboot und jede Menge Bier, aber das ist nochmal eine andere Geschichte.

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Gut, dass wir den Pfeffer nicht vergessen haben!

Was man halt so braucht – wobei ich mich immer noch nicht getraut habe, zu fragen auf was genau für ein Wetter sie sich da eigentlich vorbereitet haben. Ich will das auch gar nicht so genau wissen. Jedenfalls ist es sehr weit entfernt von dem, was wir
Das war ein kleiner Auszug aus dem Gepäck, das wir mithilfe der Tetris-Technik und Faltung von Raum und Zeit in einen VW Bus zwängten. Dabei hatten wir wirklich schon auf viel verzichtet, es grenzt an ein Wunder, dass wir den Fahrer überhaupt mitgenommen haben.

Aber ach – als wir gestern Abend noch einen kleinen Spaziergang über das Gelände machten und auf ganze Tourbusse voller Elektronikkrams schauten, wurde uns relativ schnell klar, dass wir uns auf die Rolle der N00bs auf diesem Camp einstellen müssen. Und wenn das Unwetter kommt, auf das sich hier alle vorbereiten, saufen wir als erstes ab, beziehungsweise ersticken, verbrennen, verhungern, jenachdem.
Überhaupt mutet das Camp unheimlich professionell an, es gibt riesige Zelte, viel Infrastruktur, Bühnentechnik, die sicherlich so viel wie ein Kleinwagen gekostet hat und schon hier und da die ersten kleinen Installationen, die zum Verweilen einladen. Nein wirklich! Zum Beispiel ein mit LEDs animiertes Lagerfeuer.

Wir – das sind übrigens ein paar Berufshacker, Nerds, Vollhackernerds und ich. Die anderen bereiten selber einen Workshop für das Camp vor, ich bin vor allem hier, um vorbereitete Workshops anzuschauen und so viel wie möglich zu lernen über Hardware, Hacken, Elektronik, Technik und Gouda. Ich werde versuchen, so gut wie möglich alles was ich so aufschnappe, hier zu verbloggen. Das kann natürlich alles mögliche sein, da ich auch bisher noch keinen Fokus habe. Naja, genau genommen, habe ich noch kein einziges Mal in das Programm geschaut, aber ich bin mir sicher, dass die Themen Hardware, Hacken, Elektronik, Technik und Gouda hier abgedeckt werden.

Die Herausforderung wird vermutlich darin bestehen, immer wieder Leute zu finden, die Zeit haben, um mir die Themen detailliert und zugänglich zu erklären und das hier verständlich und gleichzeitig korrekt wiederzugeben. Ich geb mir Mühe, kann aber nichts versprechen. Aber zunächst könnte ich ja erstmal damit anfangen, herauszufinden, was zur Hölle ein Sysco-Switch, Patchkabel, Crimpen und Isopropanol sind. Ich probier mal ’nen Schluck.

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Einmal mit Tetrisprofis packen.

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Cryptopartyyyyyyyyyyyyy:

http://chaosradio.ccc.de/cr192.html

Mit @linuzifer, @erdgeist und @nbblr

Sorry. Hab ich vorher vergessen zu erwähnen.

Ich würde gerne meine gesammelte LeserInnen-Armee auf diese Radiosendung hetzen.
Wenn ihr etwas nicht versteht: Anrufen.

Danke.

Könnt ihr natürlich auch nachhören.

/usr/share/misc/1

Seitdem ich unter der Lehnherrschaft der Iron Blogger stehe, ist alles anders!

Mehr habe ich dazu eigentlich nicht zu sagen. Es sagt auch im Grunde genommen nichts aus, da sich zu jedem gegebenen Zeitpunkt alles verändert, sonst gäbe es auch keine Veränderung, Zeitintervallen, Facebook-Updates und verschimmelte Pfandflaschen.

Jedenfalls – die neue Notwendigkeit, jede Woche zu bloggen, stellt mich schon vor eine neue Herausforderung, die ich versuche, möglichst produktiv zu nutzen – ich könnte ja zum Beispiel mehr programmieren! Jede Woche einmal. Aber manchmal ist selbst das neben Studium, Job, Band und faul im Park rumliegen leider nicht drin. Für einen typischen FLP-Blogpost brauche ich viel Zeit, die weit über das Schreiben des Artikels hinausgeht. Trotzdem möchte ich den Ansatz, jede Woche zu bloggen weiter verfolgen, ohne deswegen jede Woche notgedrungen schlecht zu bloggen. Ich freue mich auch darüber, dass eigentlich aus der Not heraus dadurch die Linklisten-Kategorie wieder aufgenommen wurde.
Dieses Wochenende fahre ich mal wieder auf ein geheimes Geheimfestival und es steht ein Blogpost an, damit ich nicht das Essensgeld von einem Monat (5 Mark) in die Bierkasse zahlen muss. So viele interessante Gedanken, Ideen, Fragestellungen und Gespräche gehen in diesem vergänglichen und eingeschränkten Twitter mehr oder weniger verloren. Ich twittere sie, es kommen Antworten und dann scrollt alles wieder weg. Wie so vieles. Das ist schade, denn so einige Überlegungen gerade zur zunehmenden Digitalisierung aller Lebensbereiche und die Bedeutung von digitaler Alphabetisierung sind neuartig und bedürfen Klärung und der richtigen Fragen. Außerdem habe ich bisher eh immer die Linkliste missbraucht, um meine Meinung zu bestimmten Themen detailliert darzustellen. Dann kann ich das auch gleich als eigene Kategorie einführen.

tl;dr : Mir ist es wichtig, auch mal lose Gedanken hier reinrotzen, festhalten und teilen zu können. Machen andere ja auch, dieser Fofo oder Fifi oder wie der heißt, zum Beispiel.

Im Gegenzug erwarte ich von euch, dass ihr alles nicht so ernst nehmt und maximal auf demselben Niveau zurückrotzt. Danke.

  • Bin ich feministisch?

Neben Drogen, Israel und Pädophilie ist Feminismus eines meiner Lieblingsthemen im Netz! Entsprechend relaxt war ich, als die ExpertInnen für Analsex und Blowjobs von der Vice mich um ein Interview über Geeks und Feminismus baten. Aber was soll’s, Johls schlagfertiges Argument „Ich fände es lustig“ war Grund genug, es entgegen aller Zweifel doch zu tun. Eigentlich war es auch ganz in Ordnung, die Journalistin war sehr nett und bemühte sich auch darum, mir Handlungsspielraum zu geben bei der Darstellung meiner eigenen Person. Ich war  aber ehrlich gesagt überrascht, dass ich überhaupt angefragt wurde, da ich meines Erachtens keine deutliche Position im Spannungsfeld Feminismus-Nichtfeminismus einnehme.

Mich verwundert es, wenn mein Blog in feministischen Kontexten erwähnt wird, da es meines Erachtens zu sehr mein Geschlecht in den Vordergrund rückt. Dabei ist das Besondere nicht, dass ich eine Frau, sondern dass ich eine völlige Nulpe in Mathe, Physik, Chemie bin und erst Recht in diesem beschämenden Schulfach ITG durch das ich mich ein Jahr lang quälte und lernte, wie ich gifs zwischenspeichere.
Jetzt lerne ich Programmieren, bin sauschlecht darin, schreibe nur Quatsch-Code und schaffe das im seltensten Falle ohne fremde Hilfe. Und ich lerne trotzdem weiterhin Programmieren und habe trotzdem Spaß daran, meinen Computer zu verstehen, ich habe trotzdem ein riesiges Interesse daran, zu verstehen, wie das Internet funktioniert und will verstehen, verstehen, verstehen. Das ist viel eher das, was ich kommunizieren will als die Botschaft „Ihr werdet es nicht glauben, aber ich lerne Programmieren, obwohl ich eine Frau bin!“
Was antworte ich dann einer Journalistin, die mich fragt, weshalb ich keine Feministin bin? „Scheiße“ dachte ich. Ich kann überhaupt nicht öffentlich sagen, dass ich keine Feministin bin, dann bin ich nämlich Antifeministin. Oder? Dabei finde ich es anmaßend, mich Feministin zu nennen, Feministin bin ich womöglich erst, wenn ich Feministin genannt werde, so ähnlich wie bei den Hackern. Dabei weiß ich, dass ich teilweise extremere Positionen vertrete als manch eine designierte Feministin im Netz, selbstverständlich beschäftige ich mich mit Themen, die eng mit Feminismus verknüpft sind, die ich aber eher unter Gender/Queer ablegen würde. Ich kenne und mag die meisten Feministinnen die im Netz unterwegs sind und vertrete ihre Überzeugungen, jedoch nicht immer ihre Methoden und mir ist es unheimlich wichtig, dass die Ideen des Feminismus kommuniziert und gehört werden. Deswegen kritisiere ich auch feministische Strömungen und Handlungen – weil sie mir wichtig sind und ich nicht möchte, dass beispielsweise unnötige Fronten aufgebaut werden, wo auch Zusammenarbeit möglich wäre.

Aber mal Titten auf den Tisch: Es ist mir scheißegal, ob ich Feministin genannt werde. Wenn ich mit meinem Blog etwas dazu beitragen kann, dass Frauen (aber auch Männer und Hunde usw.) sich von ihren ansozialisierten Unsicherheiten emanzipieren können, dann ist das eine großartige Sache und verleiht meinem Blog eine feministische Wirkung oder eine Wirkung im Sinne des Feminismus. Ob ich deswegen eine Feministin bin, weiß ich nicht und es ist auch wirklich total egal. Man kann auch feministisch handeln, ohne sich selber „Feministin“ auf die Fahne zu schreiben.

Das alles wurde natürlich im Artikel, der kürzer ist als dieser Blogeintrag, zusammengestaucht auf  „Labels sind Labels, Handlungen sind Handlungen“ als Zitat. Ich hoffe, dass ich an dieser Stelle noch einmal erläutern konnte, was damit gemeint ist.

(Nachtrag: Der Link, nachdem mir mehrere Leute bezeugten, dass der Artikel gar nicht so schlimm sei: http://www.vice.com/de/read/der-aufstand-der-geek-girls-gegen-sexismus/?utm_source=vicefb)

  • Verschlüsselung, Usability und Verständnis

Ich finde es unheimlich erfreulich, dass der Prism-Roman so viele Leute dazu motiviert, sich doch noch mal mit Verschlüsselung auseinanderzusetzen. Selbst in meinem Bekanntenkreis fangen Menschen, von denen ich es nicht erwartet hätte an, sich in aller Ruhe die vielen Anleitungen durchzulesen. Mitunter fragen sie mich dann nach Rat und ich sage immer „nö“ und dann sagen sie „na komm schon“ und ich sage „ok“ und dann bin ich meist davon überrascht, wieviel ich ihnen dann doch weiterhelfen kann. Dabei bin ich selber noch gar nicht so besonders weit gekommen mit der Verschlüsselung. Aber ich kann nicht oft genug wiederholen, wie wichtig auch die Initiative von seiten derer ist, die bereits fit in Sachen Security sind. N00bs und N3rds sind gleichermaßen dazu aufgefordert, spätestens jetzt aktiv zu werden. Wenn selbst ich eine Nicht-Nerdine durch die Verschlüsselung begleiten kann, dann sollte das für euch- ach was erzähl ich, natürlich ist es kein Problem. Jede und jeder von euch oder uns kann sich anbieten und initiativ Hilfe anbieten für FreundInnen und Bekannte. Ich finde die Initiative der Piratenpartei  zum Beispiel wirklich gut. Das ist eine gute Richtung und eine wichtige Aktion. Es braucht aber noch mehrmehrmehr.

Es gibt so viele Menschen jenseits der Hackerspaces, Piratenpartei und Nerdkreise, die Verschlüsselung wollen und nötig haben, beispielsweise im aktivistischen linken Kontext. Das durch die Affäre um Prism induzierte Bewusstsein für die Nähe, die zwischen meinem Alltag und Überwachung bestehen kann, sollte als Chance erkannt werden, auch über die üblichen Verdächtigen hinaus Menschen digitale Alphabetisierung und Selbstverteidigung näherzubringen. Die Sorge oder eher Beschwerde darüber, dass dieses Bewusstsein nur von kurzer Dauer sein könnte, ist kein Gegenargument, sondern ein Grund, schnell zu handeln.

Nebenbei – die Diskussion darüber scheint ja von einer Diskussion um Usability begleitet zu werden. Ich verstehe das Argument, dass es ein großes Problem ist, dass Verschlüsselung so aufwändig ist und je länger man darüber nachdenkt, dass Verschlüsselung nicht per default in Mail Clients eingebaut ist, desto perfider wirkt diese Tatsache. Ich stimme auch zu, dass die Arbeit an der Usability von Verschlüsselung überfällig und enorm notwendig ist. Aber ich finde es genauso wichtig, dass sich Usability und Verständnis nicht ausschließen. Wenn Verschlüsselung nur einen Mausklick entfernt ist, werden mehr Menschen Verschlüsselung verwenden – klar. Das ist positiv, doch genauso wichtig ist meines Erachtens ein Verständnis dafür, wie Verschlüsselung funktioneren sollte, kann und muss. Nicht zuletzt um die eigene Kommunikation wirklich als sicher oder unsicher einstufen zu können. Es gibt bestimmte unsichere Parameter, wie gefälschte Schlüssel, die ich nicht kenne, wenn ich tatsächlich nur weiß, wo ich einen Button klicke. Und nicht zuletzt sind politische Entscheidungen besser bewertbar, wenn ich Ahnung von Security habe und daher weiß, dass die de-mail nicht nur Unsinn, sondern Strategie ist.

  • Ingress

Die einen schreiben gerade ihre Klausuren und gehen in drei Wochen auf Weltreise, die anderen schreiben irgendwann ihre Hausarbeit und geben sie zu spät ab. Mit der Sommerzeit stand ich vor der Entscheidung ob ich nochmal eine theoretische Hausarbeit schreibe über die mit Macht aufgeladene Produktion von Stereotypen schreibe und was diese mit Rassismus, Neokolonialismus und dem deutschen Historischen Museum zu tun haben, oder über Ingress. Das ist quasi eine Entscheidung zwischen acht bis zehn Stunden pro Tag zuhause Texte exzerpieren oder mittels Teilnehmender Beobachtung eine Feldforschung über ein supergeiles Spiel an der Sonne durchführen. Nach langwieriger Überlegung und vertraulichen Gesprächen mit mir nahestehenden Personen entschied ich mich für letzteres. Ich komme derzeit nicht aus diesem Hybrid von Grauen und Faszination raus. Wobei – wenn ich mir anschaue, wie lange ich mit meinem Fahrrad mittlerweile brauche, um von einem Ort zum 5 km entfernten Ort zu gelangen, habe ich schon längst die wissenschaftliche Distanz abgelegt.
Wenn jemand von euch Ingress-SpielerIn ist und mit mir gerne darüber sprechen oder sogar mit mir zusammen spielen würde, freue ich mich über Kontaktaufnahme. Wen es noch so interessiert, der oder die kann mir auf Twitter folgen, wo ich als arduina_blau meine Feldnotizen so gut wie möglich in 160 Zeichen presse. Und ja. Ich bin blau. Keine Diskussion.
Diese und nächste Woche bin ich noch am Forschen, Interviews führen, spielen und Feldnotizen anlegen, bis ich womöglich problemorientiert einer bestimmten Forschungsfrage nachgehe, die vermutlich so simpel sein wird wie: „Wodurch entsteht das Spielvergnügen und warum zur Hölle fahre ich bei 29°C in der Sonne schwitzend wie ein Schwein mehrere Stunden durch die Gegend, verbrenne mir die Haut und kriege den Hals einfach nicht voll von diesem Spiel?!“

Wohin genau die Reise geht weiß ich jetzt noch nicht. Aber sicher ist jetzt schon, dass Ingress auf so vielen Ebenen absolut neu und unheimlich faszinierend ist. Es geht hier um neuartige Konzepte von Räumlichkeit, die ja eigentlich schon neu waren, es geht um eine völlig neuartige Relevanz von Körperlichkeit in digitalen Spielen, es geht um noch nie dagewesene Grenzüberschreitungen von Online-Offline, Real-Virtuell, usw. Eine kulturwissenschaftliche Goldgrube. Vermutlich bin ich auch nicht die erste, die darauf aufmerksam geworden ist und es werden Veröffentlichungen folgen. Aber egal, ich muss jetzt schnell los, irgendein grüner Depp hat mein Portal zerstört und ich muss… ach ihr wisst schon, tschüß!

Linkliste #00000111

Es ist Ende des Semesters, 7:39 am Morgen und es ist ein ganz besonderer Tag.
Heute ist die große Prokrastinations-Scherben-Aufsammel-Aktion!
Es gibt noch viel zu tun, zum Beispiel auf die Abgabe der Arbeitsaufträge meiner StudentInnen warten, was witzig ist, weil ich selber noch Arbeitsaufträge für andere Seminare einreichen muss. Aber das ist wohl die Nahrungskette des Unibetriebs und ich werde im Notfall die enttäuschten, traurigen und frustrierten Mails meiner DonzentInnen einfach weiterleiten.

Heute deswegen kein Release von Code, der die Welt ein bisschen schlechter macht. Stattdessen eine Linkliste. Die letzte Liste ist lange her und ich habe seitdem auch nicht allzu viele Links gespeichert. Ich weiß nicht genau woran das liegt, womöglich weil die Debatten und somit Inhalte um den Programmieren-Lernen-Diskurs abebben? Es ist auch möglich, dass ich einfach nicht aufmerksam genug war. Jedenfalls freue ich mich über Empfehlungen mit Linktipps in den Kommentaren (gebt dann aber Bescheid, dass es sich um einen Vorschlag für die Linkliste handelt).

Der Wettbewerb richtet sich an SchülerInnen ab 13 Jahren. Die Aufgabe ist ein Python-Programm zu schreiben, das in Blender ausführbar ist und darin die 3D Möglichkeiten nutzt. Ich habe keine Ahnung was das bedeutet, aber ich bin mir sicher, dass es viele junge schlaue Köpfe gibt da draußen, die das wissen. Vielleicht kennt ihr so eine kleines Genie, ich persönlich halte mich ja fern von klugen Kindern, deswegen müsst ihr den Wettbewerb weiter verbreiten! Der Wettbewerb findet übrigens anlässlich der Python Konferenz im Oktober in Köln statt. Auf dem sympathischen Header der Website scheinen die VeranstalterInnen kommunizieren zu wollen, dass es keine Frauen dort gibt. Also keine Angst!

Endlich die Verzeichnisstruktur deines Computers verstehen – ist der erste Schritt zur gewaltfreien Kommunikation. Bisher war mir das tatsächlich immer nicht ganz klar, was die einzelnen Verzeichnisse bedeuten. Aber die Suche nach Dateien mit locate ist meistens wenig zielführend, wenn man nicht weiß, welche Bedeutung dieser oder jener Pfad hat. Gehört wohl – so wie shell commands – in die Kategorie „auswendig lernen“. Wenn ihr Erfahrung im Strebern habt, so wie ich, könnt ihr das auch ausdrucken, Merkzettel schreiben, farbige mind maps machen, Karteikarten beschriften…hauptsache ihr lernt den Kram.

Auf netzpolitik.org wurde vermutlich nicht zum ersten Mal eine Anleitung gepostet, wie Mails mit PGP verschlüsselt werden. Zwei Dinge dazu:

1. Zur Verschlüsselung braucht es immer zwei.
2. Verschlüsselung geschieht meist von Nerd zu Nerd.

Genug Anlass, um mal darüber nachzudenken, ob ihr euch nicht auch langsam an das Thema ranwagen wollt. Es kann sein, dass ihr fetischlose, staatstreue, wertekonservative und immer gut angezogene BürgerInnen seid. Eure Freunde und Freundinnen, mit denen ihr in Mailkontakt steht haben das Piercing vielleicht an der falschen Stelle. Es sind eben nicht nur Nerds und H4xx0r, für welche Verschlüsselung notwendig sind, trotzdem tun es überwiegend eh schon technik-affine UserInnen.
Ich muss zugeben, dass ich den Prozess bis zur Verschlüsselung – also PGP verstehen lernen, keys generieren, key management, key exchange – nicht ganz so einfach fand und finde, aber zum Glück gibt es genügend Menschen in meinem Umfeld, die gewillt sind, mir das in Ruhe zu erklären. Ich bin auch noch immer nicht ganz überzeugt davon, dass Crypto-Workshops für viele so sinnvoll sind. So wie beim Programmierenlernen glaube ich auch hier, dass individuelle Hilfestellung und Erklärungen sehr viel zielführender und weniger frustrierend sind. Insofern sind Menschen die (noch) nicht verschlüsseln und paranoide PGP-Stars  gleichermaßen dazu aufgerufen, sich damit auseinanderzusetzen.

Schnappt euch die nächstbesten Nerds aus eurer Umgebung und lernt verschlüsseln!

Schnappt euch die nächstbesten N00bs aus eurem Umfeld und lehrt verschlüsseln!
(Aber fragt vielleicht vorher, ob sie das wirklich wollen.)

Hier noch ein niedliches und unterhaltsames Video über die Funktionsweise von PGP

Übrigens versuchte ich dem Autoren des Videos vor ein paar Tagen eine verschlüsselte Mail zu schicken in der ich ihn fragte, wie Verschlüsselung funktioniert. Allerdings ohne seinen pubkey zu haben.
Naja, jetzt bin ich schlauer.

Ein Standard für die Übertragung von IP Paketen. Sehr lehrreich wenn man mehr über die Ping-Praxis und Paket-Transport lernen möchte.

Für die Bügelnden und Sporttreibenden unter uns – der WMR-Podcast, in dem ich zu Gast war ist (eigentlich schon lange) draußen. Darin erzähle ich ein bisschen über das Programmieren, über mich, über Tofu, über Istanbul und manchmal schweige ich auch, zum Beispiel zu Prism-Spekulationen. Ich hab gehört, der soll hörenswert sein, aber ich selber höre ja nie Podcasts. Aber wer schon immer mal meine Stimme hören und ein Bild von mir ohne Hose sehen wollte, dem sei der Podcast empfohlen!

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