Ohm sweet Ohm

Vor etwas 14 Stunden bin ich auf dem OHM Hacker Camp in Holland angekommen um etwas zu lernen. Bisher habe ich vor allem gelernt, dass die Idee sowie die Regeln, Werte und Objekte der Prestige, die miteinander ausgehandelt werden – ach nennen wir es beim Namen: die KULTUR – von Camping bei Hackern sich sehr stark von meiner tradierten und konventionellen Vorstellung unterscheidet. Keine Ahnung wie ihr das seht, aber ich erinnere mich, damals bei den Pfadfindern einen Überblick über das Gepäck der Gruppe gehabt zu haben und es war alles mögliche dabei, vor allem um Käsespätzle zu kochen. Was nicht dabei war sind ethernetkabel, Verteilersteckdosen, Laptops, Netzteile, Smartphones, 10 m Patchkabel, ein Sysco Switch, ein Laserdrucker, Polyesterfolie, Boxen, ein Extra-Tisch für Elektronik, Sim-Kartenlesegeräte, Platinenbelichter, ein Beamer, ein W-Lan-Accesspoint, RFID-Kartenlesegeräte, Isopropoanol, eine r0ket, eine Zange zum Crimpen von Kabeln, Webcams, Audio-Aufnahmegeräte, eine Drohne, mehrere Kameras und eine gehackte Kühlbox. Darüber hinaus ein Gummiboot und jede Menge Bier, aber das ist nochmal eine andere Geschichte.

20130730_124339

Gut, dass wir den Pfeffer nicht vergessen haben!

Was man halt so braucht – wobei ich mich immer noch nicht getraut habe, zu fragen auf was genau für ein Wetter sie sich da eigentlich vorbereitet haben. Ich will das auch gar nicht so genau wissen. Jedenfalls ist es sehr weit entfernt von dem, was wir
Das war ein kleiner Auszug aus dem Gepäck, das wir mithilfe der Tetris-Technik und Faltung von Raum und Zeit in einen VW Bus zwängten. Dabei hatten wir wirklich schon auf viel verzichtet, es grenzt an ein Wunder, dass wir den Fahrer überhaupt mitgenommen haben.

Aber ach – als wir gestern Abend noch einen kleinen Spaziergang über das Gelände machten und auf ganze Tourbusse voller Elektronikkrams schauten, wurde uns relativ schnell klar, dass wir uns auf die Rolle der N00bs auf diesem Camp einstellen müssen. Und wenn das Unwetter kommt, auf das sich hier alle vorbereiten, saufen wir als erstes ab, beziehungsweise ersticken, verbrennen, verhungern, jenachdem.
Überhaupt mutet das Camp unheimlich professionell an, es gibt riesige Zelte, viel Infrastruktur, Bühnentechnik, die sicherlich so viel wie ein Kleinwagen gekostet hat und schon hier und da die ersten kleinen Installationen, die zum Verweilen einladen. Nein wirklich! Zum Beispiel ein mit LEDs animiertes Lagerfeuer.

Wir – das sind übrigens ein paar Berufshacker, Nerds, Vollhackernerds und ich. Die anderen bereiten selber einen Workshop für das Camp vor, ich bin vor allem hier, um vorbereitete Workshops anzuschauen und so viel wie möglich zu lernen über Hardware, Hacken, Elektronik, Technik und Gouda. Ich werde versuchen, so gut wie möglich alles was ich so aufschnappe, hier zu verbloggen. Das kann natürlich alles mögliche sein, da ich auch bisher noch keinen Fokus habe. Naja, genau genommen, habe ich noch kein einziges Mal in das Programm geschaut, aber ich bin mir sicher, dass die Themen Hardware, Hacken, Elektronik, Technik und Gouda hier abgedeckt werden.

Die Herausforderung wird vermutlich darin bestehen, immer wieder Leute zu finden, die Zeit haben, um mir die Themen detailliert und zugänglich zu erklären und das hier verständlich und gleichzeitig korrekt wiederzugeben. Ich geb mir Mühe, kann aber nichts versprechen. Aber zunächst könnte ich ja erstmal damit anfangen, herauszufinden, was zur Hölle ein Sysco-Switch, Patchkabel, Crimpen und Isopropanol sind. Ich probier mal ’nen Schluck.

BQaLlnaCYAAhXQT

Einmal mit Tetrisprofis packen.

5 Gedanken zu „Ohm sweet Ohm

  1. driddedridde sagt:

    Bist du sicher, dass es ein Sysco-Switch und nicht ein Cisco-Switch ist?
    Ich wünsche dir viel Spaß und eine lehrreiche Woche dort.
    UND BRING MIR VLA MIT, VERDAMMT!

  2. Dentaku sagt:

    Nicht trinken!

    (ansonsten: Viel Spaß!)

  3. Max sagt:

    Ziet er gezellig uit, tijd voor bier/wiet en games.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.

%d Bloggern gefällt das: